Experiment „Familienbett“

Heute möchte ich von unserem Experiment „Familienbett“ berichten.

Oskar ist nun schon ein Jahr alt und seit er angefangen hat das Krabbeln zu üben, d. h. seit August/September, schläft er einfach nachts nicht mehr durch. Bis zu seinem ersten Geburtstag haben wir alles so beibehalten, wie wir das immer gemacht haben. Oskar schlief in seinem Bett ein und wenn er nachts wach wurde, ging einer von uns runter und beruhigte ihn. Wenn er ein Fläschchen mit Milch brauchte, dann hat er sie auch bekommen.

Irgendwann wurde uns das zu nervenaufreibend, weil wir ja nun auch unseren Schlaf brauchen. Ich weiß, das klingt egoistisch, aber Dauerschlafmangel wirkt sich leider nach einer Zeit auch auf die Stimmung aus und wir wollten nicht, dass Oskar darunter leiden muss. Also musste eine schnelle Lösung her.

Unsere erste Idee: Das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“. Wir haben es ausprobiert, sind aber doch recht schnell wieder in unser altes Muster gerutscht. Den Test mit Hilfe des Buches beschreibe ich hier nicht näher, da es hier nicht das Thema ist, dazu könnt ihr in einem anderen Artikel mehr lesen.

Nach zwei weiteren Nächten mit mehrmaligem Aufstehen und Trepp runter, Trepp rauf, sind wir dann auf die tolle Idee, Dank der Kursleiterin unseres FABEL-Kurses, des „Familienbettes“ gekommen. Also haben wir kurzen Prozess gemacht. Matratze runter und zwischen Oskars Bett und seinem Regal gelegt.

Seit Ende November haben wir das nun so und Oskar schläft weiterhin in seinem eigenen Bett ein. Sobald er in der Nacht wach wird, so haben wir uns das gedacht, heben wir ihn einfach aus seinem Bett raus und er kann dann zwischen uns weiterschlafen. Aber denkste, Oskar hatte seinen eigenen Plan. Einschlafen ohne Gemecker in seinem eigenen Bett ist für ihn kein Problem, aber in der Nacht wach werden und dann zu Mama und Papa ins Bett und weiter schlafen, ha, aber nicht mit dem kleinen Prinzen, da wird angefangen zu erzählen und zu spielen. Seit wir unten bei unserem kleinen Mann schlafen, schläft er die Nächte so gut wie durch. Manchmal wird er nachts doch mal wach und braucht seinen Schnulli und ein Schluck zu trinken sowie ein paar Streicheleinheiten von Mami oder Papi. Aber dann bei uns im Bett schlafen, geht überhaupt nicht. Er wühlt rum, kletter über uns rüber und an schlafen ist überhaupt nicht zu denken. Doch klein Oskar zeigt uns deutlich, indem er sich nach einer Weile an sein Bett stellt und meckert, dass es ihm gefällt, dass wir zwar neben ihm schlafen, aber er doch bitte in seinem eigenen Bett schlafen möchte.

Tja, so viel zum „Familienbett“. Wir sollten die Situation anders nennen, aber bisher ist mir noch kein richtiger Begriff für diese Schlafsituation eingefallen. Andere stellen sich das Babybett als Beistellbett ins Schlafzimmer und bei uns ist das Elternbett ein Beistellbett im Kinderzimmer.

Sicher gibt es hier auch den ein oder anderen, der diese Situation für „nicht richtig“ hält, aber so haben wir alle drei eine relativ gute Nacht. Selbst wir können meistens durchschlafen und wenn wir auch mal eher in die Federn hüpfen würden, bekämen wir auch ein bisschen mehr Schlaf. Und am Wochenende kann Oskar, sobald er wach ist, in seinem Zimmer spielen oder mit uns noch weiter lümmeln, je nachdem wie er es möchte. Letztendlich haben wir mal wieder für uns das Richtige gefunden und wir können sagen, dass sich nach etwa eineinhalb Wochen unsere Nächte wieder wesentlich verbessert haben.

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Krippe

Die Zeit ist so wahnsinnig schnell vergangen. Unser kleiner Prinz ist jetzt eingewöhnt.

Die Eingewöhnung ging drei Wochen und lief ganz toll. In den ersten drei Tagen war Oskar eine Stunde mit mir zusammen in der Krippe, um alles kennenzulernen. Am Donnerstag, 4. Tag, sollte ich erstmal nur 15 Minuten den Raum verlassen, da Oskar aber super toll gespielt hat, haben wir 20 Minuten daraus gemacht. Freitag, 5. Tag, war es dann eine halbe Stunde und Montag nochmal eine halbe Stunde, weil Montag genauso ablaufen sollte wie Freitag.

In der zweiten Woche fingen wir dann an, dass Oskar dort auch zu Mittag isst. Also Donnerstag und Freitag holte ich ihn dann direkt nach dem Mittagessen ab, d. h. um 11:15 Uhr durfte er wieder mit mir nach Hause, um daheim seinen Mittagsschlaf zu machen.

Tja, das mit dem Mittagsschlaf daheim war dann so eine Sache. Beim Mittagessen in der Krippe war er schon so müde, dass er eigentlich gleich eingeschlafen wäre, aber leider war das dann zuhause nicht der Fall. Zuhause musste er erstmal noch mindestens eine Stunde spielen, bis er endlich so weit war, dass ich ihn zum Schlafen bringen konnte. Allerdings war er dann immer schon ziemlich spät dran und somit versuchte ich ihn dann etwas später für die Nachtruhe fertig zu machen, also eine Stunde später, damit er lange genug am Nachmittag noch wach ist und nachts gut schlafen kann. Aber leider ist unser Söhnchen wie ein kleiner „Wecker“. Pünktlich gegen 17:00 Uhr muss gebadet werden, da steht er dann schon quasi vor der Badewanne und spätestens um 18:00 Uhr will er sein Abendessen und dann nur Zähnchen putzen, bisschen spielen und kuscheln und dann nichts wie ins Bettchen. Umso später wir ihn hingelegt haben, umso früher ist er am nächsten Tag aufgewacht.

Und da es leider nicht anders einzuprägen war, waren wir gespannt, wie es wird, wenn er in der Krippe schlafen soll. Das hat er aber vom ersten Tag (in der dritten Woche ab Donnerstag) an super gemacht. Ganz zu meinem Erstaunen schlief er, laut Aussagen der Erzieherin, wie alle anderen in seiner Gruppe ein und schlief dann auch gute zwei Stunden. Tja, und dann waren auch schon die drei Wochen Eingewöhnung um.

Aber mal ganz ehrlich, für Oskar ist die Eingewöhnung zwar schon vorbei, aber bei mir dauert es noch ein bisschen. Klar freue ich mich sehr, dass er so viel Spaß dort hat und sich so super eingewöhnt hat, es gab auch am Anfang Tränchen, aber die gehören ja nun mal dazu, aber meinetwegen hätte das auch noch etwas länger dauern können. Jetzt ist er schon ein Großer und nicht mehr so klein.

Da er aber immer noch am Vormittag eine halbe Stunde schlafen mag, darf er das natürlich gerne noch daheim machen bzw. bei einem kleinen Spaziergang in der Manduca und danach bringe ich ihn dann zwischen halb neun und neun zur Krippe, dann hält er es auch gut bis zum Mittag aus ohne Schlaf. Dieses Schläfchen am Vormittag ist für mich eine Art Genuss, weil ich den kleinen Mann in der Manduca trage und ihm somit nochmal ganz nah bin, bevor er in die Krippe zum Spielen geht. Die Zeit vor und nach der Krippe, sowie am Wochenende nutzen wir drei so intensiv zusammen, wie es uns möglich ist.

Im Großen und Ganzen war es für uns die richtige Entscheidung, ihn schon mit einem Jahr in die Krippe zu bringen, denn dort hat er den sozialen Kontakt zu Kindern in seinem Alter und lernt auch andere neue Sachen kennen, die ich ihm einfach nicht bieten kann.

Wenn ich ihn jetzt von der Krippe abhole, dann ist er richtig gut gelaunt und er ist auch ein Stück selbständiger geworden. Aber vergessen, dass wir seine Eltern sind, das hat er nicht. Auch wenn ich morgens manchmal denke, warum geht er ohne zu weinen und freiwillig auf den Arm seiner Erzieherin und warum klammert er sich verdammt nochmal nicht an mich? Doch genau das ist es, was ich gut finde, wäre es anders, dann hätte ich ihn noch nicht in die Krippe gebracht.

Wir wohnen nun leider in einer Großstadt und nicht auf dem Dorf oder in einer Kleinstadt, wo die Familie in der Nähe ist oder es Nachbarn mit Kindern gibt, die mal aufpassen und man sich zusammensetzt, um die Kinder zusammenzubringen. Somit hat unser Zwerg nun nicht die Möglichkeit ständig andere Kinder um sich zu haben und eine Krabbelgruppe ersetzt das nun auch nicht, wenn sie nur einmal die Woche stattfindet.

Aber letzten Endes muss es jede Familie für sich selbst entscheiden, was für sie das beste ist. Für uns war es diese Entscheidung.

 

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Erster heißer Sommer

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Es ist echt Wahnsinn. Wir merken es ja alle selbst, dass wir hier in Deutschland südländische Temperaturen haben, aber Spaß macht das auch nicht mehr wirklich. Hier in Berlin ist es einfach kaum auszuhalten. Die Häuser, der Asphalt, alles gibt ja nur noch mehr Wärme ab. Und der kleine Oskar, der arme Mann, muss auch darunter leiden, dass es einfach zu heiß ist.

Bei der Hitze mag der Kleine kaum seinen Brei essen. Am liebsten trinkt er Wasser, Möhrensaft und abgekühlten Tee. Aber sobald er Hunger hat, mag er nach dem Mittag, d. h. zum Nachmittag und Abend, lieber seine Milch trinken. Nur kann ich ihn auch sehr gut verstehen, wer möchte schon bei der Hitze warme, feste Nahrung zu sich nehmen. Ich bin dann auch lieber für flüssige Speisen.

Manchmal erwische ich mich auch bei dem Gedanken: „Warum hab ich eigentlich so viele Sommersachen für Oskar gekauft?“, denn er trägt zzt. nur Body + Windel. Es ist einfach viel zu warm für T-Shirt und Hose.

Heute war es noch wärmer als die anderen Tage, zumindest habe ich den Eindruck gehabt. Gemessen haben wir die Temperaturen auf dem Balkon im Schatten (38°C) und in der Sonne hat der Thermometer nur noch 50+ angezeigt. Tja und in der Altbauwohnung hatten wir auch kuschelige 29,5°C. Oskar durfte natürlich in der Wohnung nur mit der Windel bedeckt spielen, aber selbst das war ihm noch zu warm. Er hat oft gequengelt, weil er sich unwohl gefühlt hat.

Wir sehen natürlich auch zu, dass er genug Flüssigkeit aufnimmt, in Form von Wasser, ungesüßten Tee und Möhrensaft verdünnt mit Wasser. Sogar ein Planschbecken hat der kleine Mann in unserem Wohnzimmer stehen, aber das ist ihm noch nicht ganz so geheuer. In der Badewanne planscht es sich scheinbar noch am besten.

Bildquellenangabe: Wilhelmine Wulff, pixelio.de

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Weihnachten und Silvester

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An Weihnachten war unser Mäuschen 4,5 Wochen alt und wir haben unsere Koffer gepackt, den kleinen Mann geschnappt und ab an die Ostsee zu den Omas gefahren.

Das Stillen hat ja da auch schon super gut geklappt. Wir hatten uns überlegt, so früh wie möglich loszufahren. Also kurzum, um 6 Uhr aufgestanden, und gegen neun sind wir dann losgekommen. Wir haben noch eine Stillphase abgewartet, damit Oskar auch satt ist und im Auto die 2,5 Stunden Fahrt schläft. Was auch gut geklappt hätte, wenn mir nicht mitten auf der Autobahn eingefallen wäre, dass ich sein Kissen für den Kinderwagen vergessen hatte. Ich wollte das noch frisch beziehen, und dann mit runternehmen, wenn wir mit stillen fertig sind und ich mit Oskar runter zum Auto gehe. Aber da hat dann die Stilldemenz mit ein Strich durch die Rechnung gemacht.

Da ja gerade mal der 22.12. war, und IKEA in Rostock auch noch auf hatte, haben wir, dank meines Mannes, dort noch schnell angehalten. Mein Mann flitzte rein, um ein Kissen und ein Bezug zu kaufen. Natürlich wollte ich unbedingt einen weißen Bezug, der auch babygerecht ist. Aber ich muss sagen, mein Mann hat die beste Wahl getroffen, einen besseren Bezug hätte ich als „Ersatz“ nicht kaufen können.

Wir wollten eigentlich erst später mit dem Schnuller anfangen, weil die Hebammen sagen, dass die Kleinen sonst eine Saugverwirrung bekommen können. Da Oskar aber auf dem IKEA-Parkplatz wach wurde und ich ihn nicht unnötig kurzzeitig durch die Kälte schleppen wollte, habe ich ihm dann doch schon den Schnuller gegeben, der ihn dann auch noch die letzte halbe Stunde bis zum Ziel beruhigt hat.

Weihnachten im Kreise der gesamten Familie zu verbringen ist schon was tolles. Natürlich wollen alle das neue Familienmitglied kennen lernen und man sollte am besten überall vorbeikommen, aber das wäre dann doch etwas zu viel geworden. Trotzdem waren es schöne Weihnachten. Alle Omas und Opas haben den Zwerg gesehen und waren begeistert.

Oskar hat zwar von der Bescherung selbst nichts mitbekommen, weil er erstens noch viel zu klein dazu war und zweitens wollte er einfach nur schlafen. Das war ja nunmal seine Lieblingsbeschäftigung in den ersten Wochen.

Silvester haben wir dann wieder als kleine Familie zu dritt in unserer Wohnung gefeiert. Dieses Mal gab es keine leckere Bowle und kein Tischfeuerwerk, nicht mal Knallerbsen hatten wir. Dafür haben wir uns zum aller ersten Mal die Fernsehshows ohne Unterbrechung geschaut. Na gut, bis auf die kleinen Unterbrechungen, wo der kleine Mann hunger hatte.

Kurz vor Mitternacht wurde der Zwerg nochmal wach, um zu trinken. Als er fertig war, ging auch schon das Feuerwerk überall los. Alle schossen Raketen in die Luft und wir konnten von unserem Wohnzimmerfenster ein für uns tolles Feuerwerk sehen. Sogar Oskar hatte da noch die Augen auf, auch wenn er davon auch nichts behalten hat. Das war ein so schönes Silvester, am liebsten würde ich das so noch einmal gerne erleben, aber das nächste wird bestimmt auch super toll, nur anders.

Bildquellenangabe: Wolfgang Dirscherl, pixelio.de

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Klinikaufenthalt wegen Neugeborenenikterus

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Der Begriff Neugeborenengelbsucht (Neugeborenenikterus; lat. Icterus neonatorum) beschreibt das Phänomen der Gelbfärbung von Haut und Skleren durch Einlagerung von Bilirubin, einem Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, in Haut, Skleren und anderen Geweben.

Mein kleiner Mann bekam an seinem dritten Lebenstag ganz doll die Neugeborenenikterus, der Bilirubin-Wert war schon an der oberen Grenze und sein Gewicht war mehr als 10 % weniger, somit mussten wir zurück ins Krankenhaus. In unserer Geburtsklinik, das Virchow, waren leider alle Betten besetzt und wir wurden in das nächste, Westend DRK Klinik, geschickt. Dort angekommen wurden wir erst aufgenommen und in der eisigen Winterkälte mit unserem kleinen Mann von dem einem Gebäude in den nächsten gebracht worden. In der Neonatologie angekommen wurden nochmals Untersuchungen vorgenommen und der Bilirubin-Wert nochmals gemessen. Hier war der Wert nochmal gestiegen. Also hieß es für den kleinen Mann, ab in die Fototherapie für die nächsten 4 Stunden. In den ersten vier Stunden, die Oskar unter dem Licht lag, sind wir erstmal was essen gegangen. Als unser kleiner Sohn nach den vier Stunden wieder zu uns auf den Arm durfte, sollte ich gleich anfangen zu stillen.

Da wir mit dem Stillen noch nicht so vertraut waren und die Milch erst im Krankenhaus eingeschossen ist, waren wir noch kein perfektes Team, was das Stillen anging. Aber von den Kinderkrankenschwestern wurde erwartet, dass es gleich auf Anhieb klappt. Eine meinte sogar zu mir, dass sie nicht verstehe, warum wir gleich nach der Geburt nach Hause gegangen sind, wenn wir doch noch keine Ahnung haben und es unser erstes Kind ist. Für sie war das scheinbar unfassbar und es fühlte sich an, als würde sie einen dafür verachten. Zumindest war diese Person den ganzen Aufenthalt über sehr unfreundlich.

Nach einem Tag und zahlreichen Schikanen, weil es nicht so richtig mit dem Stillen klappen wollte, unser kleiner war nun mal sehr trinkschwach aufgrund der Gelbsucht, habe ich mich durchgesetzt und die Muttermilch abgepumpt und ihm mit der Flasche gegeben. Somit hat unser Kleiner innerhalb von drei Tagen mehr als sein Geburtsgewicht wieder drauf gehabt.

Der kleine Mann kam vier Tage in die Fototherapie und konnte dann 5 Tage nach Aufnahme beurlaubt werden. Wir mussten dann die nächsten beiden darauffolgenden Tage nochmal zur Kontrolle der Wertes in diese Klinik, aber wurden anschließend auch entlassen, weil der Wert letztendlich nicht mehr so sehr angestiegen ist, sondern bei der zweiten Nachkontrolle wieder am fallen war.

Der Neugeborenenikterus ist zwar „normal“ und viele Babys bekommen ihn, aber ich fand die Art und Weise der einen Kinderkrankenschwester im Umgang mit mir nicht angemessen, schließlich muss man mich nicht wie ein Kind behandeln, wenn ich doch schon seit einigen Jahren die Volljährigkeit „überschritten“ habe.

Und dann war da auch noch eine andere Kinderkrankenschwester, die meinte, dass mein Baby schon zu viel Muttermilch getrunken hat. Er hat beim Bäuerchen machen etwas Milch gespuckt, aber hatte danach noch hunger. Somit habe ich mich an sie gewandt und wollte noch ein Fläschchen abgepumpte Muttermilch haben. Sie wollte mir keines mehr geben, weil sie eben der Meinung war, er hätte schon genug getrunken. Da ich aber die Mama bin und mein Gefühl mir sagte, dass der Kleine noch hungrig ist, habe ich darauf bestanden. Ab dem Zeitpunkt durfte ich auch allein die abgepumpte Milch aus dem Kühlschrank holen und musste nur noch bescheid sagen, wie viel er getrunken hat. Und letztendlich hat sie gesehen, dass der kleine Mann das Fläschchen noch weggeputzt hat und alles im Bäuchlein geblieben ist. Er wurde von da an nur noch „Fressraupe“ genannt 😉 Aber es tat ihm scheinbar sehr gut viel zu trinken.

Aber eines habe ich aus diesem Aufenthalt gelernt: Geht es um das Wohl meines Kindes, werde ich zur Löwin und setze mich durch, denn ich weiß doch als Mutter eigentlich am Bestens, was meinem Kind gut tut.

Bildquellenangabe: Halina Zaremba, pixelio.de

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Unser Neuankömmling

Unser kleines Wunder kam vor genau 8 Monaten und 2 Tagen auf die Welt. Lange haben wir auf diesen Tag gewartet und konnten es kaum erwarten. Alle gaben uns zu verstehen, dass das erste Kind sich gerne Zeit lässt und nach dem errechneten Termin kommt. Das hat mir irgendwie nicht so wirklich gepasst, da ich schon sowas von aufgeregt war und es kaum erwarten konnte. Die Vorfreude war eben riesig groß.

Somit dachte ich dann 5 Tage vor dem errechneten Termin doch noch mal meine Kollegen auf der Arbeit besuchen zu wollen und hab mich gut gelaunt und voller Energie auf den Weg gemacht. Mein Mann war nicht so begeistert, weil es doch stressig sein könnte, aber mir ging es doch wunderbar. Erstens hatte ich überhaupt keine Wehen und zweitens haben alle gesagt, dass unser Zwerg sich noch Zeit lassen wird. So habe ich dann fast den ganzen Tag bei meinen Kollegen verbracht und war zum späten Nachmittag wieder daheim.

Zu Hause angekommen, war auch noch alles schön, aber auch anders. Somit sind wir dann zum späteren Abend in unser Geburtskrankenhaus, wo sie mich gleich dabehalten haben. Und zack, am nächsten Morgen war auch schon klein Oskar da.

Nach ein paar Stunden waren wir dann am selben Tag am Nachmittag auch schon wieder in unserer gewohnten Umgebung und konnten uns so richtig schön auf unseren kleinen Mann freuen und uns kennenlernen.

Da wir eine super tolle Hebamme hatten, waren wir uns mit der Entscheidung, gleich nach Hause zu gehen, einig und uns konnte auch niemand mehr davon abbringen. Unsere Hebamme kam ja auch am selben Tag noch zu uns, um nach uns zu sehen, wie auch die eigentlich nächsten 10 Tage, welche aber durch einen Krankenhausaufenthalt von unserem Zwerg unterbrochen wurde, da er die Neugeborenengelbsucht nach zwei Tagen bekam.

Alles in allem bin ich immer noch mit der Entscheidung zufrieden nach Hause gegangen zu sein, um dem Klinikalltag zu entkommen und unseren eigenen Rhythmus zu finden. Würde man an der Zeituhr drehen und ich stünde wieder vor dieser Entscheidung, ob mit dem ersten Kind drei Tage im Krankenhaus zu bleiben oder am Tag der Geburt noch nach Hause zu gehen, würde ich wieder so entscheiden. Für uns war es die richtige Entscheidung.

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